Warum nicht gleich?

Zwei Tschetschenen werden aus einem Geschäft geworfen. Kann das Gleichbehandlungsgesetz ihnen helfen?

Steiermark | BERICHT: GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014


Foto: J.J. Kucek

Foto: J.J. Kucek

Dusha A. und ihr Mann, beide tschetschenischer Herkunft, besuchen ein Sportartikelgeschäft in Graz. Die Verkäuferin fragt, ob sie ihnen helfen könne; die Kundin, die Kopftuch trägt, sagt, sie wolle sich umsehen. Etwa fünf Minuten später, so A., kommt der Ladenbesitzer und fragt, angeblich sehr unfreundlich, wonach sie suche. Nach Sportkleidung für ihre Kinder, sagt sie. Er habe aber keine Kinderkleidung, sagt er; Frau A. erwidert: Die Kinder sind schon erwachsen. Daraufhin soll er gesagt haben: „Ich kenne euch Ausländer“, und Richtung Tür gedeutet haben.

Auf Frau A.s Frage, wie er sie denn kennen könne, wo sie doch das erste Mal hier sei, habe er erwidert, er wolle keine Ausländer in seinem Geschäft, und mehrmals gerufen: „Verschwindet!“


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