"Irgendwie ist es immer gegangen"

Das Grazer Schauspielhaus ist 50 Jahre alt. Eine kleine Stadttheatergeschichte

FESTSCHRIFT: HERMANN GÖTZ | Steiermark | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014


Foto: J.J. Kucek

Foto: J.J. Kucek

Das Unerfreuliche an Klischees ist, dass sie meist einen wahren Kern besitzen. Eines zum Beispiel, gegen das sich Graz schon lange zur Wehr setzt, ist der Ruf, ein beschauliches „Pensionopolis“ zu sein. Heute ist davon zwar wenig zu merken, auf die k.u.k Zeit traf es aber zu. Unter Beamten und Militärs der Monarchie galt Graz als erste Wahl für einen standesgemäßen Alterssitz.

Die schillernden Titel kaiserlich-königlicher Würdenträger auf den Gräbern des Friedhofs von St. Leonhard erzählen noch heute davon. Ein anderes Erbe jener Zeit sind die Orte gutbürgerlicher Zerstreuung: Theater- und Konzerthäuser. Und anders als Gräber und Grüfte wollen diese bis heute belebt sein.

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