"Schauspielen fühlt sich wie Urlaub an"

Sie führt Regie, spielt selbst die Hauptrolle und hat versucht, ihre Mutter mit Omar Sharif zu verkuppeln: Valeria Bruni Tedeschi über ihre Tragikomödie "Ein Schloss in Italien"

Feuilleton | INTERVIEW: JULIA PÜHRINGER | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Die Italo-Französin Valeria Bruni Tedeschi (Jg. 1964) wurde als Schauspielerin bekannt, Filme wie "Nénette et Boni" von Claire Denis oder "Die Farbe der Lüge" von Claude Chabrol machten sie zur gefragten Hauptdarstellerin. Ihre inzwischen bereits dritte Regiearbeit, eine tragische Familienkomödie, hatte 2013 in Cannes Premiere -Bruni Tedeschi war damit als einzige Filmemacherin im Wettbewerb des nach wie vor selbstzufrieden männerlastigen Prestigefestivals vertreten.

"Ein Schloss in Italien" ("Un château en Italie") handelt vom alltäglichen Irrsinn in einer nicht mehr ganz so reichen Familie - ganz persönlich und universell zugleich, zuweilen tragisch oder auch umwerfend komisch. Und all das hat irgendwie mit Kuchenbacken zu tun, wie uns Valeria Bruni Tedeschi im Interview erzählt.

Falter: Wie bringen Sie Autobiografisches und Fiktion zusammen?

Valeria Bruni Tedeschi: Die Realität ist quasi das Material für den Film. Das ist wie bei einem Kuchen: Man nimmt Mehl, Zucker, Eier, knetet


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige