Aus der dritten Welt in die geheime vierte Welt Europas

Mit der Graphic Novel Unsichtbare Hände lässt uns der Finne Ville Tietäväinen das Schicksal afrikanischer Bootsflüchtlinge nacherleben

Politik | REZENSION: MONA EL KHALAF | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Die Geschichte, die dieses Buch erzählt, ist frei erfunden, aber es gibt tausende Variationen davon, die wahr sind." So steht es im Vorwort. Und es stimmt.

Die Graphic Novel "Unsichtbare Hände" steht für vieles. Es ist eine Geschichte über Brutalität und Realität von Armut, von der Ausnutzung unwissender Migranten in ihrem Kampf um ein besseres Leben -und letztendlich über ihren Kampf ums Überleben. Es ist eine Geschichte über Menschenhändler, Drogenhändler und Großgrundbesitzer in Europa, die ihren Reichtum auf Kosten von undokumentierten Migranten, entrechteten Arbeitskräften erwirtschaften. Es ist eine Geschichte über Glauben und Gerechtigkeit, über den Verlust von jeglichem Besitz -von allem, das einem einmal teuer war.

In der Hoffnung, sich das erträumte Leben aufbauen zu können, machen sich drei Freunde gemeinsam auf den Weg, ohne zu wissen, dass Europa viele Welten unter seinem Dach vereint -und auch so etwas wie eine Art "Vierte Welt" mit einem Leben in aus Plastikplanen


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