"Der Dreck ist das Wichtigste in der Musik"

Stilvoller Nischenpop auf hohem Niveau: Das Wiener Boy-Girl-Bluespunk-Duo Ash My Love veröffentlicht sein Debütalbum

Feuilleton | STORYTELLER: GERHARD STÖGER | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Gegensätze ziehen sich an, heißt es. Bei einem Konzert von Ash My Love sind diese Gegensätze auf den ersten Blick zu erkennen. Ursula Winterauer, die Bassistin und Sängerin links auf der Bühne, wirkt stoisch; ob dieser Ruhe Abgeklärtheit oder doch eher Schüchternheit zugrunde liegt, bleibt offen.

Rechts von ihr dagegen tobt ein Springinkerl, das sich nur von seinem Instrument auf dem Hocker halten lässt. Oder besser gesagt: von einem der Instrumente, dem aus kaum mehr als einer Bassdrum bestehenden Schlagzeug. Andreas Dauböck spielt es mit den Beinen, mit den Händen bedient er eine Stromgitarre, gleichzeitig singt er auch noch.

Das Geheimnis der Koordination ist der Rhythmus. "Es kommt immer darauf an, was ich am Schlagzeug spiele", sagt Dauböck. "Weicht es ein bisschen ab von bumm-tschack, bummbumm-bumm-bumm oder bummtschack-bumm-bumm-tschack, wird es schwierig, die Gitarre im Takt zu halten. Ich darf einfach nicht darüber nachdenken, sonst verhaue ich irgendwas. Beim Bumm-tschack


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