Kommentar des Chefredakteurs

In eigener Sache: der Falter und der lange Kampf gegen das Amtsgeheimnis

Falter & Meinung | LEITARTIKEL: FLORIAN KLENK | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Es begann in Kiew in einem alten sowjetischen Kino. Vor drei Jahren versammelten sich 1000 Medienleute bei der Weltkonferenz des investigativen Journalismus.

Reporter aus allen Kontinenten erzählten einander bei dieser Konferenz, wie sie arbeiten und welche technischen und rechtlichen Mittel sie einsetzen.

Zwei Journalisten waren besonders interessant: Heather Brooke, eine freie Journalistin aus Großbritannien, und Nick Davies, der berühmte Aufdecker des Londoner Guardian.

Die beiden hatten zwei der spektakulärsten Fälle der jüngeren britischen Geschichte enthüllt. Brooke deckte den Spesenskandal des britischen Parlaments auf. Sie zeigte, wie die Volksvertreter Steuergeld für private Vergnügungen nutzten.

Davies wiederum trieb den berüchtigten Medienmogul Rupert Murdoch vor sich her. Journalisten von dessen News of the World hatten die Telefonmailboxen von hunderten Prominenten illegal abgehört.

Sogar die Mailbox eines vermissten (und ermordeten) Kindes wurde verbotenerweise belauscht.


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