Stadtrand Urbanismuskolumne

Kommt mit dr.ive in das Drive-in-Revival?

Stadtleben | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

In Wien-Döbling eröffnete vergangene Woche ein Mediziner eine eher ungewöhnliche Praxis: als Teil einer Tankstelle in einer Tankstelle. Der Drive-in-Doktor ordiniert zwischen sechs und 22 Uhr, 15 Minuten Arztbesuch kosten pauschal 50 Euro und Zielgruppe sind offenbar Menschen, die "schnell etwas brauchen", zum Beispiel einen Arzt. Oder ein Rezept. Aber aus ihrem Auto aussteigen müssen die Patienten von "dr. ive in" dann aber schon, um sich zwischen Schmieröl und Dosenbier untersuchen zu lassen.

Vielleicht ist das ja der Beginn eines Drive-in-Revivals! Früher gab es beim Jonas-Reindl eine Autofahrerbank, heute lassen sich Gehfaule maximal noch Fastfood ins Auto reichen. Wieso keine Drive-in-Toilette eröffnen, eine Drive-in-Disco oder ein Cupcake-Geschäft auf der Südost-Tangente? Oder eine Apotheke mit Drivein-Schalter! Oh: Im 23. Bezirk in der Breitenfurter Straße gibt es so etwas ja schon. "Meine Apotheke" heißt das Unternehmen und ist laut Website "durchfahrend geöffnet". Die Autofahrerapotheke ist zwar nicht ums Eck von "dr.ive in", aber dafür irre praktisch. F


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