Doris Knecht Selbstversuch

Mag ich nicht, ess ich nicht, speib

Falter & Meinung | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Ganz normale Wochenendkonversation mit dem Langen, der in der Küche gerade Erdäpfel schält:

Du, Langer, die Dingses haben angerufen und gefragt, ob es okay ist, wenn sie auch zum Abendessen kommen.

Okay, wie viele sind wir denn jetzt?

Moment, warte, fünfzehn. Nein, sechzehn.

Der Lange schüttet noch ein Kilo Erdäpfel aus dem Sack ins Spülbecken, geht sich aus, passt.

Landwochenenden sind immer wieder eine Übung in Lockerbleiben. In Offensein für alles. Gelassen und großzügig kalkulieren. Nicht verkrampfen. Noch einen Heurigentisch dazustellen, noch ein paar Sessel, dafür hat man ja so viele. Und wenn dann alle dasitzen, Erwachsene und Kinder, und alle haben etwas auf dem Teller und alle haben zu trinken und allen schmeckt's (zumindest am Erwachsenenende der Tafel), ist das jedes Mal wieder das Lässigste. Haben alle noch Wein, braucht wer eine Decke? Am Wochenende einfach nie ein Essen planen, das man nicht unkompliziert verlängern kann. Immer genug Getränke, Nudeln und Erdäpfel


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige