Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Seitdem das Gerücht die Runde macht, dass der "Dschungelcamp"-Star Larissa Marolt in die Jury der ORF-Castingshow "Große Chance" darf, wird wieder einmal die Frage diskutiert, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk darf und was nicht. Darf der ORF um kolportierte 100.000 Euro eine Queen des Trashfernsehens einkaufen und gleichzeitig hochwertige Sendungen wie "BÖsterreich" einsparen?

Die Argumentation geht von einer falschen Prämisse aus. Im Fernsehen ist es wie bei den Bundesmuseen und der Staatsoper: Sie machen längst ein kommerzielles, auf Quote abzielendes Programm, nur ohne die Fantasie der Privaten. Vergeblich sucht man im ORF nach einem kunstvollen Dokutheater wie dem RTL-"Dschungelcamp", auch die "Große Chance" bleibt hinter privaten Formaten wie "The Voice of Germany" zurück. Und wer hat die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Larissa entdeckt? Puls 4 in "Austria's Next Topmodel". F


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