Mit ihrer letzten Spielzeit wärmt sich Anna Badora fürs Wr. Volkstheater auf

Steiermark | HERMANN GÖTZ | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

"Neues, das sich bereits bewährt hat." Auf dieses allein im Kulturbetrieb gängige Paradoxon setzt Anna Badora auch in ihrer letzten Saison. Trotz Vorbereitungen für das Volkstheater in Wien eröffnet sie selbst mit einer österreichischen Erstaufführung von Dennis Kellys "Die Götter weinen".

Auch Viktor Bodó ist wieder dabei, er wird mit "Motel" sein erstes eigenes Stück als österreichische Erstaufführung präsentieren.

Ein beliebter Gast ist auch das Theater im Bahnhof, das diesmal ein Nestroy-Medley, das sich als "Polterabend" ausgibt, koproduziert. Klassiker gibt's von Shakespeare ("Der Widerspenstigen Zähmung" in der Regie von Holle Münster), Büchner ("Woyzeck", inszeniert von Oliver Frljić) und Wilde ("Salome", in Szene gesetzt von Michael Simon). Und der begnadete Theatermacher und Puppenkünstler Nikolaus Habjan kehrt mit einem Camus ("Das Missverständnis") nach Graz zurück, wo er am Beginn seiner Karriere bereits die Off-Szene aufgemischt hat.

Außerdem wird -etwas verspätet - Werner Schwab gefeiert, natürlich mit seinem bekanntesten Stück, "Die Präsidentinnen". Wolf Haas hat erneut einen Roman zur Dramatisierung freigegeben (Susanne Lietzow inszeniert "Verteidigung der Missionarsstellung"), Christian Pohle führt bei Gert Jonke Regie ("Gegenwart der Erinnerung"), und auch die großartige Yael Ronen konnte wieder gewonnen werden. Sie erarbeitet ein Stück zum Thema "Community".


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