Wie gedruckt

Pressekolumne

Medien | BARBARA TÓTH | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Juhu, die Kronen Zeitung hat ein neues Maskottchen! Es heißt Herr Nimmerwurscht und dürfte zum Politik-Ressort gehören. Dort tauchte er mit seiner kleinen Kolumne am 1. Mai auf. "Was gibt's hier zu lachen?" lautet die Überschrift. Seinen Einstand machte der Neo-Kolumnist mit einem Vierzeiler über die Wiener Dschihad-Mäderln, die vielleicht freiwillig wieder zurückkommen, wenn sie erfahren, dass es in Syrien kein WLAN gibt.

Das klingt nach Herrn Strudl, einer anderen fiktiven Krone-Figur, die bummelwitzig das Tagesgeschehen kommentierte, bis sie 2010 eingespart wurde. Herr Strudl hatte einen prächtigen Bierbauch und saß zeitungslesend mit seinem Hündchen im Café - à la Michael Häupl. Herr Nimmerwurscht hat einen praktischen Papa-Haarschnitt, schwarze Hornbrille und einen offenen Hemdkragen. Er liest seine Zeitung sicher auf dem Handy. Ziemlich bobo. Rein optisch geht Herr Nimmerwurscht also mit der Zeit. Beim Witzeln darf er noch üben. F


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige