Enthusiasmuskolumne Diesmal: die beste Muttertagsblumenbezugsquelle der Welt der Woche

Eine mexikanische Minigurke für Mutti

Feuilleton | MIRIAM DAMEV | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Der Frühling ist die Jahreszeit der Gärtner, Balkon-und Terrassenbesitzer. Und da sich nun auch in Wien der Trend zu Urban Gardening durchgesetzt hat, sprießen die Blumenhandlungen wie Schwammerln aus dem Boden. Ein besonderes Kleinod entdeckte ich unlängst am Alsergrund, als ich mein altes Fahrrad ausnahmsweise durch die Sechsschimmelgasse schob: die "Blumen(be)handlung". Dicht aneinandergedrängt stehen da Kräuter, Paradeiser, Chilis, Duftpelargonien, Verbenen, Erdbeeren und sogar eine mexikanische Minigurke, angerichtet in schönen, alten Holzsteigen, Körben und Terrakottatöpfen.

Eine Markise sorgt für den nötigen Schatten. Alles sehr einladend, das Auge kauft schließlich mit. Drinnen gibt es frische Schnittblumen, große und kleine Glasbehältnisse, Übertöpfe aller Art, selbstgemachte Türkränze, Gestecke und jede Menge Deko für drinnen und draußen.

Vor 16 Jahren haben Helmut Robitza und Sabine Trlin das Geschäft eröffnet. Er stammt aus einer alteingesessenen Wiener Gärtnerfamilie, sie ist Künstlerin. Nachhaltigkeit ist beiden wichtig, deshalb bekommt man hier in erster Linie saisonale Ware. Auch auf regionale Produkte legen Sabine und Helmut großen Wert. So kommen die Biokräuter von einem Züchter aus Niederösterreich, und wenn ein Kunde sich eine ausgefallene Staude wünscht, dann fährt Sabine zum Gärtner ihres Vertrauens ins Tullnerfeld.

Überhaupt erfüllen Sabine und Helmut fast jeden Wunsch, von der Blumenzustellung über die Innenraumbegrünung bis hin zu Umtopfarbeiten. Ich bin jetzt übrigens stolze Besitzerin einer herrlichen chinesischen Strauchpfingstrose, die im Garten auf ein lauschiges Plätzchen wartet.

Blumenbehandlung: 9., Sechsschimmelgasse 22


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