Meine Stunde mit Lily Allen

Als Musikschreiber trifft man die Stars? Ach was, oft darf man nicht einmal ihr Album hören. Außer man geht zu einer Listening Session

Feuilleton | REPORTAGE: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Bei Warner Music Austria in der Mariahilfer Straße findet eine Listening Session zum neuen Album von Lily Allen statt. Betritt man das Büro, begrüßt einen jedoch nicht sie, auch nicht als Pappfigur, sondern eine goldene CD von James Blunt. Das passt schon: Zu Hause in England ist die so rotzfreche wie sympathische Sängerin und Rapperin ein Riesenstar. Im deutschsprachigen Raum jedoch ist die coole Socke Lily, die man sich als fast so lustig und unberechenbar wie Robbie Williams circa anno 2001 vorstellen muss, vergleichsweise unbekannt.

Am ehesten fiel sie noch dadurch auf, dass ihr Ohrwurm "It's Hard Out Here" (mit dem eindeutig feministischen Refrain "It's hard out here for a bitch") heuer die Titelmusik der TV-Show "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" war. Egal, die englische Plattenfirma vertraut bei Lily Allen nicht einmal den wasserdichten Streaming-Services. Über diese werden Journalisten heute vorab mit Musik bemustert, wenn die Plattenfirma nicht will, dass man diese auch


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