Kommentar Kultur

Grazer Kunsthaus neu: die kulturpolitische Schnapsidee des Jahres

Falter & Meinung | TIZ SCHAFFER | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Das Grazer Kunsthaus und sein Intendant Peter Pakesch haben neuerdings einen gewichtigen Gegner: Es ist Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP).

Dieser kam zur Überzeugung, dass das Kunsthaus -wegen seiner Architektur seit 2003 ein beliebtes Touristenziel, aber vor allem ein Ort für zeitgenössische Kunst -einer Neuausrichtung bedürfe. Noch bevor er Pakesch diese Einschätzung mitteilte, trat Nagl über die Kleine Zeitung eine kulturpolitische Debatte los, die es so in Graz lange nicht mehr gegeben hat.

"Es braucht neue Impulse und viel mehr Bewegung und Besucher", sagte er. Brettern bald BMX-Fahrer im Red-Bull-Dress über die Treppen des Kunsthauses? Dass Nagl mit Dietrich Mateschitz bereits Pläne schmiedet, erzählte Kulturstadträtin Lisa Rücker scherzhalber in inoffiziellem Rahmen, nun macht es als Gerücht die Runde. Auch sie forderte stets eine Öffnung des Hauses -allerdings für die lokale Szene und ohne dabei das internationale Kunstgeschehen aus den Augen zu verlieren.

Geht es


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