Pop Tipps

Auftakt zur Kraftwerk-Konzertreihe an der Burg

Lexikon | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Anfang der 1970er-Jahre waren Kraftwerk um die beiden prägenden Kräfte Ralf Hütter und Florian Schneider eine deutsche Krautrockband unter vielen. Nach drei Alben erfanden sich die Düsseldorfer als Popingenieure neu - und sollten damit zur einflussreichsten Popband seit den Beatles werden. Kraftwerk fuhren 1974 auf der "Autobahn" zum US-Erfolg, träumten von der "Mensch-Maschine" und lieferten die Blaupause für Synthiepop, Techno und Electro. Kurz: Sie erfanden die Popmusik neu und zeigten quasi nebenbei, dass Roboter auch Gefühle haben können. Dabei waren sie nicht nur visionär, sie haben mit "Trans Europa Express" (1977),"Die Mensch-Maschine" (1978) und "Computerwelt" (1981) auch zumindest drei Alben für die Ewigkeit geschaffen. Seit den ausgehenden 1980ern arbeitet das Quartett -inzwischen ist nur mehr Ralf Hütter als Original-Kraftwerker übrig - an seiner eigenen Musealisierung; elitäre Performances in Kunsttempeln und Opernhäusern machten Kraftwerk zu einem Stück Hochkultur. Jetzt öffnet das 3D-Technopopmuseum auch bei den Wiener Festwochen seine Pforten; auf vier ausverkaufte Abende verteilt spielt Hütter mit seinen Kraftwerk-Darstellern alle acht Alben ab "Autobahn". GS

Burgtheater, Do 19.00 und 22.00 (bis 18.5.)


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