Theater Kritiken

Von miesen Freunden und Habsburger-Kaisern

Lexikon | MARTIN LHOTZKY | aus FALTER 19/14 vom 07.05.2014

Ich bin im Winter immer in Wien gewesen. Wir haben immer nur den Winter für uns gehabt", meint die Dame im Rokokokostüm, passenderweise im Winterpalais von Prinz Eugen. Den einstündigen Monolog "Der Zorn der Eleonore Batthyány" von Erwin Riess, im Kern eine Generalabrechnung mit dem Wiener Hof, trägt Johanna Orsini-Rosenberg mit Verve und inklusive Frivolitäten vor. Sie wartet auf das Ergebnis der Aussprache Eugens mit dem als hinterfotzig charakterisierten Kaiser Karl VI. Hintergrund ist eine wahre Begebenheit: Gräfin Batthyány-Strattmann (genannt die "schöne Lori"), einflussreiche adelige Witwe, deckte eine Intrige gegen den Feldherrn auf. Dies band Eugen an sie, wenn auch sehr wahrscheinlich nicht auf derart intime Weise wie in Karl Barattas unterhaltsamer Inszenierung in der Himmelpfortgasse.

Winterpalais des Prinzen Eugen, Mi 19.00


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