Kolumne Außenpolitik

Wer sind die Terroristen, die in Nigeria 200 Mädchen quälen?


FRANZ KÖSSLER

Falter & Meinung, FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Wäre es nicht zur jüngsten Entführung der mehr als 200 Schulmädchen gekommen und der zynischen Drohung der Rebellen, sie auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen - die Weltöffentlichkeit hätte vermutlich weiter weggeschaut.

Dabei führt die Entwicklung in Nigeria seit Jahren anschaulich vor, wie ein wichtiges Land zum gescheiterten Staat wird, indem es die Auseinandersetzung mit den Rebellen dem Militär überlässt und sich nicht um die sozialen Gräben in der Gesellschaft und die Korruption im Staatsapparat kümmert.

Es ist erstaunlich, wie wenig selbst die Geheimdienste, die den internationalen Terrorismus bekämpfen sollen, über die Rebellen von Boko Haram wissen: Die Organisation hat keine festen Strukturen, sie agiert als flexible, schwer greifbare Bewegung mit geheimen Drähten in den Staatsapparat.

Sie stand bis vor einem Jahr nicht einmal auf der US-Liste der internationalen Terrororganisationen. Die Geheimdienste hatten dafür plädiert, das State Department dagegen. Hillary Clinton,

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