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Falter & Meinung, FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Zu den beliebtesten Steckenpferden unter den Falter-Redakteuren zählt das Führen von Poesiealben, was sich auch im Blatt selbst niederschlägt. Die "-eure"-Endung ist in diesem Falle keine genderschlagseitige Mitmeinensgemeinheit, sondern präzise und korrekt, ist der Endreim im Falter doch ausschließlich der Ambition der Buben anheimgestellt. Christopher Wurmdobler macht in den Schlagzeilen der "Koch-Basics" von diesem Gebrauch, Armin Thurnher fungiert als ein seine Aufsichtspflichten in Sachen Rhythmus-und Reimkontrolle zuweilen vernachlässigender Lyrik-Wart und im Feuilleton tendiert vor allem die wortreiche Titelei von Einspaltern (ein Format, das dem stark zur epischen Breite neigenden Politikressort unbekannt ist) zur gebundenen Rede.

Es ist also kein Zufall, dass die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit in ihrem Bemühen, den europäischen Einheitsgedanken auch in der Dichtung voranzutreiben (siehe Seite 36), ausgerechnet an den Falter herangetreten ist und diesen um die Beibringung des österreichischen Beitrags gebeten hat -eine Aufgabe, der wir uns gerne unterwunden haben. Nachdem sich die Deutschen für Saša Stanišić entschieden hatten, lag es fast nahe, Michael Stavarič zu nominieren. Rein vom Timing her darf man Stürmer Stavarič sogar als Matchwinner bezeichnen, denn dieser ist erst kurz vor dem Schlusspfiff aufs Feld geholt worden, hatte seine Schussstiefel aber zum Glück fest genug geschnürt, um Pegasus ordentlich die Sporen zu geben. Und dafür, die finale Metapher dermaßen stümperhaft versemmelt zu haben, entschuldigt sich: KN

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FALTER 29/19
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