7 Sachen, die Sie über MAIKÄFER eventuell noch nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Wieso denn Mai-und nicht April-oder Junikäfer?

Blöde Frage. Weil sich die Maikäfer, ihrem Namen entsprechend, vor allem im Mai aus dem Boden graben und dann bis Juni umherfliegen, um sich von Blättern zu ernähren.

Im Weinviertel machen die Käfer ja gerade Probleme. Was ist da los?

Die Käfer folgen einem Vierjahreszyklus, das heißt, auf drei Jahre mit wenigen Käfern folgt eines mit vielen.

Und heuer ist so ein Käferplagejahr?

Genau, sieht ganz so aus. Das Problem ist, dass die Käfer Blätter futtern, und das sehen diverse Bauern eben gar nicht gerne.

Es gibt ja sogenannte Maikäferjahre. Ist heuer eines?

Definitiv. Der Maikäferzyklus unterliegt auch noch einem 30-bis 45-jährigen Rhythmus, in dem sie dann wirklich epidemisch auftreten.

Dabei wurde dem Maikäfer ja schon in der Kunst gehuldigt, richtig?

Richtig. Etwa mit dem Kinderlied "Maikäfer flieg" oder mit dem Märchen "Peterchens Mondfahrt", das von einem Maikäfer erzählt, der mit zwei Menschenkindern eine abenteuerliche Reise besteht.

Der Maikäfer als Held. Dabei ist er doch nicht unbedingt beliebt?

Das liegt daran, dass die Käfer eben nicht nur die Blätter auffressen, sondern ihre Larven, die Engerlinge, im Erdreich leben und die Wurzeln junger Bäume abfressen.

Ist der Maikäfer also ein Schädling?

Nicht unbedingt, aber in Flugjahren kann er zur Plage werden. Deshalb hat man ihn bis Mitte des 20. Jahrhunderts einfach verspeist. Als Suppe oder als kandiertes Dessert. F


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