Die Demokratie ist ein Dreirad

Die EU und die Intellektuellen: In Wien ist diese Woche ein ironisches Theaterstück über den Stress mit Europa zu sehen

Politik | VORSCHAU: WERNER A. PERGER | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Was tun, wenn die liberale Demokratie in Europa in Gefahr ist? Wenn die Oligarchen und Volkstribune aller Länder sich vereinigen, um die "wahre Demokratie" auszurufen? Um vor allem die altdemokratischen Parlamentswahlen durch neudemokratische Referenden -"Volkszustimmungen" - zu ersetzen?

Fragen, die unbeantwortet blieben, als in Berlin vergangene Woche Schriftsteller in einer "langen Nacht der Europäischen Literatur" über Wohl und Wehe des alten Kontinents diskutierten.

Michael Naumann, seinerzeit Staatsminister für Kultur im ersten rot-grünen Kabinett Schröder, beklagte erst kürzlich einen Mangel an politischem Engagement der Schriftsteller: Wo bliebe denn das kritische Engagement, Modell "Gruppe 47", gegen die Bedrohung der Meinungs-und Pressefreiheit innerhalb der Europäischen Union? Das war aber etwas streng gegenüber den kulturproduzierenden Zeitgenossen, wenn man bedenkt, wie desorientiert die europäischen Berufsdemokraten derzeit selbst unterwegs sind, umstellt von Gestalten


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