ROBOTER MIT HERZKLOPFEN

Die Festwochen verwandeln das Burgtheater mit einer Konzertreihe der deutschen Band Kraftwerk in ein Technopop-Museum. Was wird dort ausgestellt?

KLINGKLANG-ERKUNDUNG: GERHARD STÖGER | Feuilleton | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014


Foto: Peter Boettcher

Foto: Peter Boettcher

Boing, Boom, Tschak: 16 Jahre nach dem ersten Album hatten Kraftwerk ihr Schaffen 1986 auf diese markante Formel verdichtet. Von einer Computerstimme gesprochen, eröffnete sie das Album „Electric Café“.

„Musique non-stop Techno Pop!“ lautete eine weitere griffige Textzeile daraus, die als Motto des Düsseldorfer Quartetts gelesen werden kann; „Es wird immer weitergeh’n, Musik als Träger von Ideen“ eine dritte. Das war falsch und richtig zugleich. Kraftwerk sind auch 28 Jahre nach diesem Album noch aktiv. Neue Kraftwerk-Musik ist aber längst Mangelware, und von den vier Mitgliedern, die 1986 Kraftwerk bildeten, ist nur mehr Ralf Hütter, 67, übrig. Ihm stehen auf der Bühne zwei Ton- und ein Lichttechniker zur Seite.

Könnte Paul McCartney mit drei beliebigen Musikern auf Tour gehen und diese Band „The Beatles“ nennen? Gewiss nicht. Bei Kraftwerk, die längst als Beatles der elektronischen Popmusik gelten, funktioniert das aber problemlos. Karl Bartos und Wolfgang Flür, der George Harrison und der Ringo Starr von Kraftwerk, hatten die Band schon um 1990 verlassen, 2008 quittierte auch Florian Schneider seinen Dienst als Musikarbeiter.

  1938 Wörter       10 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige