Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Der Autor und seine Nachbarn: warum die Polizei aufregt

Politik | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Martin Amanshauser tritt vor die Haustür, er wohnt gleich gegenüber der U6-Station Gumpendorfer Straße, am Gürtel, wo die Autos donnern. Er schaut hinüber zum grünen Würstelstand. Dort gab es neulich Stunk, ein Würstelstand-Mitarbeiter wurde verprügelt, der Boulevard schrieb, die Drogendealer stünden dahinter.

Gleich bei der U6-Station ist die Drogenberatungsstelle; als der Boulevard über die Prügelei berichtete, reagierte der Drogenkoordinator der Stadt Wien, Michael Dressel: Mehr Polizeipräsenz, versprach er im Boulevard.

Der Autor Martin Amanshauser versteht die Aufregung nicht. Und schrieb Dressel einen offenen Brief. Fünf Jahre lebe er nun hier mit seiner Familie im Häuschen gegenüber, ja, es gebe zwar einige Stänkerer unter den Klienten der Drogenberatungsstelle. Aber schlechte Erfahrung habe er noch keine gemacht. "Dafür stört uns zunehmend die übermäßige Präsenz der Polizei rund um die U-Bahn-Station", richtet er dem Drogenkoordinator aus. Sie führe zu einer "Radikalisierung, die niemand braucht". F


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