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Depeche Mode trifft Austropop. Lustig?

Lexikon | GS | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Ein Wiener Kabarettist und Depeche-Mode-Fan hat eine Idee: Warum nicht eine Band gründen und alte Austropop-Hadern in jenem Soundgewand neu einkleiden, mit dem die britischen Synthiepopper um die Herrn Gore und Gahan einst berühmt wurden? Der Kabarettist heißt Clemens Haipl, die Band Depeche Ambros. Lustig? Leider nein. Was als besoffene Mitternachtseinlage bei der FM4-Weihnachtsfeier vermutlich noch irgendwie durchgehen würde, ist nüchtern kaum zu ertragen, "Musik für die Massen", das soeben erschienene Debütalbum von Depeche Ambros, packt "Fürstenfeld","Da Hofa","Jö schau" usw. holzhammermäßig mit Synthesizerklängen zusammen und zerstört dabei erstaunlich konsequent beides: den Charme, den zumindest einige der Lieder im Original haben, und die coole Lässigkeit, die den klassischen Synthiepop auszeichnet.

Szene Wien, Mi 20.00


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