Nicht Feministin sein?

Unmöglich!

Die Philosophin Judith Butler über berechtigte Kritik an Israel, Putins Machotum und ihre jüdische Identität


INTERVIEW: BARBARA TÓTH
Politik | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Judith Butler ist unglaublich klein und zart. Dafür, dass die amerikanische Philosophin ein Popstar ihrer Branche ist, wirkt sie nahezu unscheinbar. Berühmt wurde sie mit ihren Theorien zu Gender, Queerness und Performativität. Zentral dabei ist, dass sie Geschlecht als gesellschaftliches Konstrukt sieht. Letzte Woche hielt Butler auf Einladung des Freud-Museums und der Institute für Germanistik und Philosophie an der Uni Wien einen Vortrag über Freuds Todestrieb und die Todesstrafe. Sie füllte locker vier Hörsäle. Mit dem Falter sprach die bekennende Jüdin, Feministin und Pazifistin über Politik.

Falter: Frau Butler, in Wien sprachen Sie über Freuds Todestrieb und die Todesstrafe. Können Sie mir erklären, wieso ein Land wie die USA immer noch an der Todesstrafe festhält?

Judith Butler: Das ist schrecklich, nicht wahr? Erst letzte Woche wurde ein zum Tode Verurteilter schrecklich gequält, weil die Hinrichtung nicht funktionierte. Die Todesstrafe berührt natürlich die generelle

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