Geld oder Leben: Falks Experiment mit Moral und Mäusen

Politik | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Das Experiment beginnt mit einem Video, erst sieht man eine Maus im Glaskasten, dann kommt das Kohlenstoffdioxid, am Ende ist die Maus tot. Im Jahr 2012 wird das Video rund 1000 Studenten vorgeführt. Ihnen wird klar gemacht: In diesem Experiment, das von der Ethikkommission der Uni Bonn gebilligt wurde, geht es tatsächlich um das Leben von Mäusen, kein Spaß. Danach werden die Studenten in drei Gruppen geteilt.

Gruppe 1: Jeder Teilnehmer dieser Gruppe hat das Leben einer jungen, gesunden Maus in der Hand. Wer die Maus leben lässt, bekommt nichts. Wer sie tötet, bekommt zehn Euro. 45,9 Prozent entscheiden sich für das Geld und lassen die Maus sterben.

Gruppe 2: Die Teilnehmer dieser Gruppe werden in eine Marktsituation versetzt, es gibt Verkäufer und Käufer. Der Verkäufer hat die Maus, der Käufer hat 20 Euro. Wenn die beiden miteinander verhandeln und sich untereinander ausmachen, wer wie viel von den 20 Euro bekommt, stirbt die Maus -und sie bekommen die ausverhandelte Summe. Wenn


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