Film Neu im Kino

"Bad Neighbors": uncoole Wampe im Spaßzwang

Lexikon | DR. ROBNIK | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014

Die Brüste von Rose Byrne als stillende Reihenhäuslerin, die sich nach Stille (und mehr Sex) sehnt, sind nicht das Einzige, was in "Bad Neighbors" gemolken wird. Falls wir beim Menschen-Melken an einen Gag aus einem Schwank mit Robert De Niro denken -eine De-Niro-Party mit CIA-Schwiegervater-und Taxi-Driver-Outfits kommt auch vor. Auch sie zu lang.

Gesetteltes, notfalls noch Tanz-und Joint-affines Paar versus studentische Feten-Fraternity: Da werden Streit-, Bonding-und Bekriegungstechniken durchprobiert. Wird all das Promistimmenimitieren und Gemächt-Abgießen für den 3D-Print zu öd -also oft -, entblößt Seth Rogen den Gössermuskel. In Szenen, in denen den Thirtysomething-Eltern das Demonstrieren von Lässigkeit zum Zwang gerät (diverse Versuche, "Bitte etwas leiser!" in Gangsta-Style zu sagen), blitzt durch, was Nicholas Stoller kann, wenn er (wie in "Fast verheiratet") Sprachspiele, Habitus, Sounds inszeniert, anstatt Sketche zu ... siehe oben. Aber warum feixt Komikgenie Christopher Mintz-Plasse hier fast nur als Statist rum? War er an seinem Drehtag unpässlich? Oder ist sein Mitwirken Teil eines Hazing-Rituals?

Bereits in den Kinos (OF im Artis und Haydn)


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