Kein Kampf am Heumarkt, bloß Interessen: Masterpläne und Hochhauskonzepte beeinflussen kaum die Qualität von Architektur, findet Dietmar Steiner

Stadtleben | aus FALTER 20/14 vom 14.05.2014

"Kampf um den Wiener Heumarkt" titelte der ORF-Kulturmontag am 28. April zum aktuellen Projekt einer Aufwertung des Areals zwischen Konzerthaus und Hotel Intercontinental. Aber gibt es diesen Kampf tatsächlich? Es gibt Interessen. Die Interessen eines Investors, das in die Jahre gekommene Areal zu sanieren und mit Gewinn zu erneuern. Die Interessen der Stadt Wien, die sich von diesem Projekt zu Recht eine Aufwertung des touristischen und öffentlichen Angebots und eine Öffnung des Areals für die Anrainer verspricht. Die Interessen des Mieters, des Wiener Eislaufvereins (WEV), der durch das Projekt eine notwendige umfassende Neugestaltung und Erweiterung quasi geschenkt bekommt, aber auch weiterhin den dann öffentlichen Raum als privat vermietbare Fläche verwerten will.

Das Heumarkt-Projekt ist eine komplizierte Geschichte zwischen öffentlichen und privaten Interessen. Dafür müssen heute und in Zukunft entsprechend komplizierte Verträge und Vereinbarungen zwischen den Akteuren abgeschlossen


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