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Falter & Meinung | aus FALTER 21/14 vom 21.05.2014

Ah, das Fewotabu!“ Man sieht und hört es Artdirector Raphael Moser an, dass er es liebt, dieses Wort auszusprechen. Genussvoll zieht er die Vokale in die Länge: "Feeewotaaabuu!“ Das FeWoTaBu (wie die offizielle Schreibweise lautet) ist das Akronym für Festwochentagebuch. Ein solches hat der Falter übrigens bereits 1981 geführt, institutionalisiert wurde es erst durch Wolfgang Kralicek, der damit im Jahr 2003 begonnen hat. Das FeWoTaBu macht gute Laune nicht nur, weil es ein wenig so klingt wie das Zauberwort aus "Kalif Storch“ (das wäre jetzt quasi die Heimhörerfrage), sondern weil es circa zugleich mit den Mauerseglern und ärmelloser Kleidung auftaucht und ein Flair von Schmuserei & Dosenbier verbreitet. ("Schmuserei & Dosenbier“ wäre eigentlich ein ganz properer Titel für ein Austropop-Album. Wenn den wer mag, kann er/sie ihn haben - von mir aus sogar diese Steirer. Bloß der Ambros und der Fendrich kriegen den nicht!)

Aber ich schweife ab. Was wollte ich noch sagen? Genau. Ob der des Mürrischen durchaus mächtige Kralicek gute Laune beim Schreiben des FeWoTaBu hat, weiß ich jetzt gar nicht, glaub’s aber schon, obwohl er zum Beispiel aktuell nicht mit mir zum Wirten gehen kann, sondern ins Odeon muss und am Dienstag in der Früh schon wieder in der Redaktion sitzt, um das FeWoTaBu für die nächste Ausgabe zu aktualisieren. Es ist aber generell so, dass der Kralicek just während der Festwochen, wenn er ständig im Theater oder einer Performancehalle hockt, oft in so eine Feelgoodtrance gerät. Ist irgendsoein Sufi-Ding!

KLAUS NÜCHTERN


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