Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Rechte provozieren, Linke und Polizisten raufen sich durch Wien

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 21/14 vom 21.05.2014

Die Polizistin duckt sich, über ihrem Kopf fliegt ein Stein vorbei. Drei Uniformierte sprinten auf den Werfer zu. Bevor sie ihn fassen, haut ein Vermummter mit einer Transparentstange auf sie ein. Schreie, Tumult, Polizisten und Demonstranten liegen verknotet auf dem Boden. Festnahmen. Die Gewalt, die sich am Samstagnachmittag etwa in der Burggasse abspielte, nahm ihren Ausgang beim Westbahnhof. Dort trafen sich rund 180 Identitäre zu ihrer ersten Demo in Wien. Die Identitären sind junge Rechtsextreme, die nicht so genannt werden wollen. Sie tragen keine Springerstiefel, sondern Turnschuh, Hemd und Schal.

Die Situation eskalierte zwischen der Polizei und linken Aktivisten, die den Marsch der Identitären stoppen wollten - mit Sitzblockaden, aber eben auch mit Steinen. So viel Hass lag zeitweise in der Luft, wäre die Polizei nicht als Puffer da gewesen, die Scharmützel hätten im Blutrausch enden können. F


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