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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 21/14 vom 21.05.2014

Einige sind entsetzt. Auf den Werbeplakaten des diesjährigen Life Ball sieht man ein nacktes Transgendermodel mit Frauenkörper und Penis.Das Bild soll die gängigen Geschlechtervorstellungen hinterfragen. Ich würde behaupten: Die Kampagne ist ein voller Erfolg! Auch auf Facebook wird eifrig über das Transgender-Spatzi diskutiert. Ein Vater lud das Bild hoch und fragte, ob diese Plakate wirklich vis-à-vis dem Kindergarten hängen sollen. Einige Facebook-Freunde erwiderten, dass gerade Kinder kein Problem haben, wenn die Grenze zwischen Männern und Frauen verschwimmt (siehe auch Seite 44). Probleme haben oft eher die Erwachsenen.

Eine spannende Debatte entstand, Dutzende Kommentare wurden gepostet, doch dann löschte Facebook das Bild und verwarnte den Vater, er solle all seine Fotos auf "nudity“ überprüfen. Wir lernen daraus: Wien ist echt prüde, aber noch prüder ist Facebook. F


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