Was soll man tun mit "Später Ruhm“?

Feuilleton | Lektüre: Klaus Nüchtern | aus FALTER 21/14 vom 21.05.2014

Arthur Schnitzlers nun erstmals veröffentlichte Novelle "Später Ruhm“ sorgt für heftige Kontroversen

Schon lange hat ein Stück Literatur, das bereits 120 Jahre auf dem Buckel hat, nicht mehr für so viel Aufsehen gesorgt wie Arthur Schnitzlers bislang unveröffentlichte Novelle "Später Ruhm“. Als der Zsolnay-Verlag die "sensationelle Entdeckung“ Anfang Mai mit einer Pressemeldung ankündigte, langten innerhalb von zwei Stunden 260 Anfragen ein: vom Mostviertel Basar bis zu Le Monde. Eine Woche vor Erscheinen brachte die FAZ einen Teilabdruck und gelangte zu dem Urteil, dass "schon sehr viel mehr vom großen Schnitzler in dieser Novelle zu erkennen (sei), als ihr Verfasser selbst geahnt haben dürfte“.

Mit Heranrücken des Veröffentlichungstags, des 17. Mai, wurden allerdings auch die skeptischen Stimmen lauter. In der Tiroler Tageszeitung widersprach die Germanistin und Präsidentin der Arthur-Schnitzler-Gesellschaft, Konstanze Fliedl, der These vom "Sensationsfund“ vehement.


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