Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (165)

Stadtleben | aus FALTER 21/14 vom 21.05.2014

Frau T. fragt, ob es in Ordnung ist, unbekannten Sitznachbarn im Theater auf die Schulter zu tippen, um zu signalisieren, dass deren Schnarchen sie und andere Menschen stört.

Ein definitives Ja. Wer ins Theater geht, um dort die Vorstellung zu verschnarchen, ist selbst schuld, aber der Betreffende sollte dann nicht auch noch allen Umsitzenden den Spaß nehmen. Bei Härtefällen, die trotz sachtem Tippen, leichtem Schubsen und gezieltem Knuffen nicht zu schnarchen aufhören, hilft wohl nichts außer ein kurzes Zuhalten der Nase. Unangenehm, ja, aber es verfehlt selbst bei hartnäckigen Schnarchern selten seine Wirkung. Schläft der Schnarcher trotz Intervenierens immer wieder ein, bleibt einem nichts, als die betreffende Person zu ersuchen, den Saal zu verlassen. Sinnvoll wäre es, für extreme Notfälle eine Spritzpistole mitzuführen: Damit lässt sich das Problem effizient aus der Welt schaffen. F

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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