"Putins Bande muss verschwinden“

Steiermark | Interview: Thomas Wolkinger | aus FALTER 21/14 vom 21.05.2014


Foto: J.J. Kucek

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Seit dem ersten Gespräch vor einem Monat ist Oksana Sabuschko noch eine Spur energischer geworden. „Die Kunst der Literatur ist die Kunst, die Dinge beim Namen zu nennen“, sagt die Schriftstellerin beim zweiten Treffen in Graz, wo sie die Zeit unmittelbar vor und nach den ukrainischen Präsidentschaftswahlen, die für Sonntag geplant sind, verbringen wird. Um klare Worte war Sabuschko auch zuvor selten verlegen. Von Beginn an hatte sie sich auf die Seite der Demonstranten auf dem Kiewer Maidan gestellt, die dort im November vergangenen Jahres den Abschluss eines Assoziierungsabkommens mit der EU forderten. In Essays und Interviews formulierte sie scharfe Kritik am korrupten Regime Viktor Janukowytschs und – nach dessen Flucht und den blutigen Ausschreitungen in Kiew Ende Februar – an der Machtpolitik des russischen Präsidenten und früheren KGB-Offiziers Wladimir Putin und der zögerlichen Haltung der EU.

Falter: Warum haben Sie gerade jetzt, kurz vor den Wahlen, Kiew verlassen?


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