Tanz Kritik

"Ein Reigen" aus Postkartenbildern

Lexikon | ANDREA AMORT | aus FALTER 21/14 vom 21.05.2014

Offenbar gab es für "Ein Reigen" an der Volksoper keine Produktionsdramaturgie. Diese hätte angesichts des Konzepts von Choreograf Ashley Page und Ausstatter Antony McDonald aufschreien müssen: von äußerlichen Zutaten zu viel und vom Eigentlichen, einer zugespitzten Choreografie, zu wenig. Schnitzlers "Reigen" war zwar Anlass, die Leitung aber hievte neues Personal auf die mit postkartenähnlichen Versatzstücken samt Riesenrad zugestellte Bühne: Schnitzler, Freud, Mahler, Kokoschka, Schiele, Wally Neuzil, Mathilde Schönberg, Emilie Flöge in historisierenden Kostümen zwischen Tisch, Klavier und Couch. Aber wozu, wenn man sie nicht erkennt? Überfüllt tönt es auch aus dem Orchestergraben: 18 "Nummern", von Mahler bis Ravel.

Volksoper, Mo 19.00


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