Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Was Europa krank macht. Was wir dagegen tun können


VON ARMIN THURNHER
Falter & Meinung | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Europa ist krank. Die Einsicht stammt vom linken englischen Historiker Perry Anderson. Die EU-Wahl hat sie vielfach bestätigt, sie hinterlässt uns so klug als wie zuvor. Uns Österreichern muss man die europäische Krankheit nicht erklären. Wir haben alles, was man weder in Europa noch sonst wo braucht und doch überall hat: politische Impotenz der Regierungsparteien, billige polemische Frechheit bei den Rechten, vernebelndes Geschwurbel bei den Medien.

Dass diese Europawahl nichts an den Zuständen ändern würde, verstand sich von selbst. Es gab alarmierende Ergebnisse (Frankreich, England) und unverhoffte in Italien und den Niederlanden. Auch zeigte sich, dass die politische Persönlichkeit doch eine Rolle spielt: Alexis Tsipras, Guy Verhofstadt, Martin Schulz, ja, auch Othmar Karas. Es gab Hoffnungszeichen im Kleinen: Schweden, die griechische Linke. Und Deprimierendes im Osten: Wahlbeteiligungen weit unter 20 Prozent.

Es bleibt dabei: Europa ist krank. Das politischpublizistische

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