So kompliziert tickt Europa

Europa hat gewählt. Und jetzt? Alles, was man über den zähen Weg zur nächsten Kommission wissen muss

Politik | TEXT: BENEDIKT NARODOSLAWSKY BARBARA TÓTH | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

1. Wer regiert uns jetzt?

Gute Frage. Der Poker um die europäischen Spitzenjobs beginnt gerade erst. Im EU-Parlament ist die Europäische Volkspartei jedenfalls die stimmenstärkste Fraktion. Somit hat ihr Spitzenkandidat, der Luxemburger Jean-Claude Juncker, beste Aussichten, der nächste Kommissionspräsident zu werden. Theoretisch zumindest. Denn der nächste Kommissionspräsident wird auf Vorschlag der EU-Regierungschefs vom Parlament gewählt. Dafür braucht es eine Mehrheit von mindestens 376 der 751 EU-Abgeordneten. Die Parlamentarier haben im Vorfeld klargemacht, dass sie nur den siegreichen Spitzenkandidaten wählen wollen. Das wäre also Juncker.

2. Okay, und was macht dann sein sozialdemokratischer Gegner, Martin Schulz?

Nach dem Wahlsonntag fiel es dem Deutschen, der bislang Präsident des EU-Parlaments war, sichtlich schwer, seine Niederlage einzugestehen. Er will eine Mehrheit für sich im EU-Parlament suchen, um als Kommissionspräsident anzutreten. Sein Vorhaben steht und


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