Volksanwalt kritisiert Polizei -oder doch nicht?

Mitarbeiter der Volksanwaltschaft vermissten beim Akademikerball eine "Deeskalationsstrategie" der Polizei

Politik | BERICHT: JOSEPH GEPP | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Wer die Gegendemonstrationen zum rechtsextremen Akademikerball rund um die Hofburg im Jänner 2014 beobachtete, der erlebte eine Polizei, die teils gewalttätigen linken Gegendemonstranten recht hilflos gegenüberzustehen schien. Die Beamten tauchten, so wirkte es zumindest, verlässlich zur falschen Zeit am falschen Ort auf. Nämlich dort, wo gerade keine Gefahr drohte.

Doch nicht bloß deshalb ist die allgemeine Kritik am Einsatz bis heute nicht abgeklungen: Nicht nur überfordert seien die Beamten gewesen, sondern teilweise auch gewalttätig, heißt es -möglicherweise als Konsequenz eben dieser Überforderung. Nun reiht sich auch die Volksanwaltschaft in den Chor der kritischen Stimmen ein.

Deren Mitarbeiter untersuchen gerade Fehler beim umstrittenen Polizeieinsatz -und vergangene Woche ist ein interner Bericht über das ORF-Radio an die Öffentlichkeit gelangt. Der Bericht lobt zwar den Umgang der Polizei mit Provokationen durch Protestler, auch seien Festnahmen korrekt abgelaufen.


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