Neue Bücher Noch mehr Indie-Literatur aus heimischem Anbau

Feuilleton | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Der Simmeringer Ex-Maurer und nunmehrige "Liederat" Franz-Joseph Machatschek ist kein Held. Mit eigener Romanreihe, Hut, Sonnenbrille und Gitarre stolpert er von Niederlage zu Niederlage. Umso herzlicher gönnt man ihm jeden raren Erfolg. Aktuell wankt er bereits durch sein drittes Abenteuer in Form eines Heftromans. Hier tritt auch Lisi wieder auf, in die sich Machatschek bereits in seinem Erstling "Leichenschmaus" verschaut hat. Damals ist sie nach Brasilien abgerauscht. Jetzt verfällt der Machatschek auf die Idee, ihr hinterherzureisen. Statt ins Fußballstadion zieht es ihn in die Slums von Rio, wo sich Lisi um arme Kinder kümmert - und gegen den Abriss eines Waisenhauses kämpft. Allerdings ist da auch noch der reiche, mächtige Pedro Contraio, der ebenfalls bei Lisi landen möchte. Gut gemachter Trash, dem es nicht an Ideen mangelt und der einen mit Sprachwitz und dezenter Surrealität zum Schmunzeln bringt. SF

Der Machatschek: Freie Liebe, oder: Der König von Rio. Machatschek Medien


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