Theater Kritiken

Naturhysterisches Museum: "Zero People"

Lexikon | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Ein ausgestopftes Babykätzchen unter einem Plexiglassturz -oh wie süß! Oh wie grauslich! Circa dazwischen spielt sich der Theaterabend ab, den der Autor-Regisseur-Schauspieler Volker Schmidt mit "Zero People" in die Garage X gestellt hat. Präparierte Tiere machen das Theater zum naturhysterischen Museum. Als literarische Vorlage diente der Wut-Text "Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens" des französischen Autoren-Kollektivs Tiqqun über unsere Ego-Gesellschaft. In einer Art Stationentheater nähern sich fünf Akteure dem Text, was bedeutet, dass man nicht alles mitbekommt. Im dritten und besten Teil werden die Akteure selbst zu Tieren: In Hipsterklamotten hocken sie als Falke, Möwe, Reiher, Dachs und Fuchs auf Säulen. Wo die Worte fehlen, wird's körperlich. Gut so.

Garage X, Sa, So 20.00


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