Die Debatte um die Festplattenabgabe: Wer vertritt welche Interessen?


KLAUS NÜCHTERN
Feuilleton | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Schon erstaunlich, für wie viel Aufregung und Leidenschaft so ein unsexy Wort wie "Festplattenabgabe" (FPA) zu sorgen vermag. Es führt nachgerade automatisch zu heftigen Reaktionen und erbitterten Kontroversen. Sonderlich fruchtbar sind diese meistens nicht. Buchmarkt-Analyst Rüdiger Wischenbart ortet hier vor allem "Lobbyistenverwirrspiele". So werde oft gemutmaßt, dass die FPA als Kompensation für illegale Downloads gedacht sei -was freilich der Einführung einer "Ladendiebstahlssteuer" entspräche, wie Wischenbart erläutert.

Faktum ist, dass die FPA die Kunstschaffenden nur für Privatkopien entschädigen soll, die aus legalen Quellen stammen (wie das auch in einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes von Anfang April festgehalten ist). Faktum ist des Weiteren, dass es eine solche Form der Speichermedienabgabe schon seit Jahrzehnten gibt: die sogenannte "Leerkassettenvergütung", die es einerseits Nutzern erlaubt, ganz legal Mixtapes zu erstellen, andererseits Einnahmen lukriert,

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