Kolumne Außenpolitik

Nach der Ukraine-Wahl: Dieser Mann könnte Frieden bringen

Falter & Meinung | FRANZ KÖSSLER | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Mehr denn je steht die Ukraine am Rande des Abgrunds, doch sie bekommt eine neue Chance. Die Gefahr des Bürgerkriegs bleibt groß, die Zentralmacht hat die Kontrolle über einen Teil des Landes und der Armee verloren, es droht die Wirtschaftspleite. Seit Sonntag gibt es einen neuen, demokratisch legitimierten Präsidenten. Wenn Petro Poroschenko politisch klug vorgeht, hat er die Möglichkeit, das Land auszusöhnen und auf den Weg nach Europa zu führen. Ob es gelingt, hängt von ihm und auch von Moskau ab.

Im Westen des Landes drängten die Bürger in die Wahllokale, im umkämpften Donbass im Osten zerstörten Separatisten die meisten Wahllokale. Die von Russland gesponserten Sezessionisten hatten dort die unabhängige Republik Noworossija ausgerufen, der neue Präsident konnte nicht von allen Ukrainern gewählt werden.

Vor westlichen Wirtschaftsbossen hatte der russische Präsident angekündigt, das Wahlergebnis zu respektieren, das heißt mit der neuen Führung zu sprechen. Vom Propagandakrieg


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