"Buchhandlungen sind so systemrelevant wie Banken"

Stirbt das Buch? Frisst Amazon alle auf? Wie böse ist Google? Brauchen wir eine Festplattenabgabe? Fragen, mit denen sich auch Buchhandelspräsident Benedikt Föger befassen muss

Feuilleton | INTERVIEW: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Seit vielen Jahren wird die Implosion der Gutenberg-Galaxis beschworen: Nichts werde so bleiben, wie es ist, wahrscheinlich nicht einmal das Buch. Astrologische Revolutionen brauchen etwas länger, denn weder der kometenhafte Aufstieg von E-Book und Kindle hat sich in der prophezeiten Form bewahrheitet noch der rapide Untergang des klassischen Buchhandels. Tiefgreifende Veränderungen sind aber sehr wohl im Gange. Wir sprachen mit dem Verleger Benedikt Föger (Czernin Verlag), der seit März diesen Jahres auch dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) als Präsident vorsteht.

Falter: Herr Präsident, wie geht 's denn dem Buchhandel?

Benedikt Föger: Gar nicht so schlecht - vor allem im Vergleich zu anderen Branchen. Die kleinen Schwankungen im Umsatz zwischen 0,3 Prozent minus und 0,9 Prozent plus sind im Vergleich zu den 20 bis 30 Prozent Einbrüchen im Autohandel vernachlässigenswert.

Der Kauf eines Buches ist auch keine ganz so große Entscheidung.

Föger: Das nicht, aber


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