"Schaffen wir das Eheverbot für Schwule und Lesben doch einfach ab"

Warum kompliziert, wenn es einfach auch geht? SPÖ-Klubchef Andreas Schieder will bis Herbst Lesben und Schwule völlig gleichstellen - und hat dafür eine so einfache wie radikale Idee

Politik | INTERVIEW: BARBARA TÓTH | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Budget, Budget, Budget - im Parlament dominiert gerade jenes Thema, mit dem SPÖ-Klub obmann Andreas Schieder als SPÖ-Finanzstaatssekretär im Finanzministerium viel zu tun hatte. Aber Schieder will mehr, er versteht sich als progressiver Gesellschaftspolitiker. Die Liste an Vorhaben, die die Koalition vor sich herschiebt, ist lang

Falter: Herr Klubobmann, braucht es wirklich den Sieg von Conchita Wurst beim Song Contest, damit Bewegung in festgefahrene Themen wie die Homo-Ehe kommt?

Andreas Schieder: Wir haben ein gesellschaftliches Grundproblem. Aus allen Umfragen zum Thema Toleranz wissen wir, dass die Stimmung in der Bevölkerung wesentlich weiter ist als die gesetzliche Lage. So eine Dissonanz muss ich als Politiker erkennen und auflösen. Conchita Wurst hat uns das nur noch einmal spürbar verdeutlicht.

Was konkret wollen Sie ändern?

Schieder: Ich bin zuallererst dafür, das Eheverbot für Homosexuelle einfach zu streichen. Damit spart man sich auch eine Fülle von Änderungen, in Summe

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