Die Ordnung der Dinge

Mit Hermann J. Painitz wird ein glänzender Außenseiter der Kunst gewürdigt

Feuilleton | ELOGE: MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Planiert die Alpen! Dazu rief Hermann J. Painitz im Manifest des Klub 10 von 1968 auf. Dann könnte das zerklüftete Gelände besser als Flugfeld oder Autobahn genutzt werden. Wenn es keine Wiesen und Felder mehr gibt, müssen die Vitamine halt synthetisch hergestellt werden.

Aber keine Angst: Der Klub 10 denkt auch an jene, die der plötzliche Entzug des erholsamen Grüns belastet. Sie bekommen in karitativen Instituten Drogen und können im Rausch Natureindrücke halluzinieren.

Das Landesmuseum Niederösterreich ehrt mit Hermann J. Painitz einen glänzenden Außenseiter der österreichischen Kunstgeschichte, der Intellektualität mit Satire, strengen Formalismus mit kritischem Engagement verband.

Der am 21.11.1938 in Wien geborene Maler und Bildhauer war Autodidakt und kam nach einer Goldschmiedelehre zur Kunst. Erste Ausstellungen in der Galerie im Griechenbeisl, damals einer der wenigen Orte für zeitgenössische Kunst, zeigen ihn als Vertreter einer streng rationalen Kunst.

"Die Kunst


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige