Theater Kritiken

No Pussy Riot: Täter oder Opfer?

Lexikon | SARA SCHAUSBERGER | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Moskau im Jahr 2003: Ein junger Mann mit zarten Pianistenhänden (Boris Popovic) verwüstet eine Ausstellung mit religionskritischer Kunst und wird daraufhin von einem Interrogator (Victor Couzyn) verhört. "Stalins Heiliger" von Katharina Tiwald ist ein Dialogisieren über Religion und Staat und die Umkehrung von Täter-und Opferschaft; zwischendurch dürfen die Dschugaschs (Susanna Hirschler und Rainer Spechtl) mit ihren Handpuppen Stalin karikieren. Wirklich spannend wird die Inszenierung von Alexander Medem -dessen von den Orthodoxen heiliggesprochener Urgroßvater Vorbild für das Stück war -aber nicht. Das Bühnenbild (Katharina Heistinger) besteht aus einer für die Inszenierung kuratierten Ausstellung.

Theater Drachengasse, bis 14.6.


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