Kommentar Festplattenabgabe

Konsensfindung, Interessenausgleich und andrer fader Kram


KLAUS NÜCHTERN
Falter & Meinung | aus FALTER 22/14 vom 28.05.2014

Abgabe ist ein Begriff, der generell wenig Begeisterung auslöst, den Ressentimenttsunami, den das Wort "Festplattenabgabe"(FPA) im dauererregten Milieu der Standard-Poster auszulösen imstande ist, hat es aber in sich: "Ich habe genug ,Künstler' in meinen Bekanntenkreis und sehe wie die allsamt zwar ein beschauliches Leben, vor allem in der Nacht führen aber ständig bleite sind weil sie ihr Hobby zur Kunst erklären"(Originalorthografie beibehalten, Red.).

Umgekehrt muten die Heilserwartungen, die manche an die FPA knüpfen, auch ziemlich überzogen an: so als würde diese den Absturz einer ganzen Berufssparte ins Prekariat verhindern. Ein Hauch von Klassenkampf, und sei es nur als rhetorische Duftmarke, macht sich halt immer gut.

Als simpler Staatsbürger und Konsument ist man von dem Grabenkrieg, den wechselseitigen Unterstellungen, Gutachten und Gegengutachten ohnedies sehr bald überfordert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Kollateralschäden und Synergieeffekte der Digitalisierung

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige