Kunst Kritiken

Schau ohne Kunst: ödes Frage-Antwort-Spiel

Lexikon | NS | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014

Ein Fragebogen als Grundlage für eine Kunstausstellung verheißt schon wenig Gutes. Wenn dann aber auch noch nur die Antworten und keine Arbeiten zu sehen sind, dann sollten es die Repliken schon wirklich in sich haben. Was die Kunsthalle derzeit als Ausstellung mit dem Titel "Ökonomie der Aufmerksamkeit" verkauft, ist schlichtweg ein Witz. Per Mail wurden Künstler mit öden Fragen wie "Was ist gute Kunst?" oder "Ist die Kunstwelt globaler geworden?" traktiert. Die Schau besteht nun aus den - fast notgedrungen - langweiligen Antworten von 60 Künstlern, die als Zettel auf Bauzäunen hängen, und Begleitveranstaltungen. Interessant wäre eine Namensliste all jener, die sich dieser anspruchslosen Pseudo-Ausstellung verweigert haben.

Kunsthalle Wien, bis 9.6.


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