Die Märchentandlerin

Erzählkünstlerin Birgit Lehner legt ihre erste CD mit Liedern und Geschichten vor

Stadtleben | Porträt: Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014

Sie sieht tatsächlich aus wie aus einem Märchen - irgendwo zwischen Fee, Schneewittchen und Hexe, falls diese Mischung denkbar wäre. Birgit Lehner hat lange, schwarze Haare, ein modelliertes, man möchte fast sagen: altmodisches Gesicht, eine spitz zulaufende Nase, eng beieinander und tief liegende dunkle Augen. Zum Repertoire der Erzählkünstlerin, die in Schulen und auf Festivals genauso auftritt wie auf privaten Festen, gehören mündliche Überlieferungen, literarische Stoffe und Erzähltheaterstücke für Erwachsene und Kinder.

Lehner holt die Welt der Märchen zurück ins digitale Zeitalter - mit analogen Auftritten. Ist Erzählen ein Anachronismus? Zuerst einmal, meint Lehner im Gespräch mit dem Falter, sei Erzählen ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Wir erzählen alle. Nur nicht immer Märchen. Aber oft.

"Nehmen wir zum Beispiel die Eurovision-Song-Contest-GewinnerinConchita Wurst und den um sie entstandenen Medienhype - das ist ein klassisches Märchen: eine Außenseiterin,


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