Die Wirtschaft braucht mehr Wirklichkeit!

Die moderne Volkswirtschaft slehre ist viel zu formalistisch, sagt WU-Professor Wilfried Altzinger

Interview: Joseph Gepp | Politik | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014

Wer heutzutage Ökonomie studiert, muss hauptsächlich Formeln ableiten und Kurven zeichnen können. Die Wirtschaftswissenschaften leiden unter einem viel zu mathematisierten und formalisierten Zugang, kritisiert eine Initiative aus Ökonomen aus 19 Ländern. Statt echtes menschliches Verhalten und gesellschaftliche Bedingungen zu erforschen, konzentriere sich die Lehre auf den fiktiven Homo œconomicus, dessen Entscheidungen in abstrakten Modellen berechnet werde. Im Mai haben die Kritiker deshalb eine Petition verfasst (siehe: www.isipe.net). Ein Unterzeichner aus Wien: WU-Professor Wilfried Altzinger.

Falter: Herr Altzinger, was läuft schief im VWL-Hörsaal?

Wilfried Altzinger: In einer standardmäßigen volkswirtschaftlichen Grundausbildung wird viel Wert auf die formale Herleitung von Theorien gelegt. Das ist zweifelsohne wichtig. Aber ich würde mir auch mehr Aspekte in Richtung einer politischen Ökonomie wünschen. Zum Beispiel Wirtschaftsund Dogmengeschichte sowie Wirtschaftspolitik

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