In Zahlen gegossene Regungslosigkeit

Die Regierung wurstelt weiter, ohne Prioritäten zu setzen: Ein paar Nachreichungen zum Kulturbudget

Falter & Meinung | Kommentar: Wolfgang Zinggl | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014

Noch deutet nichts darauf hin - aber theoretisch könnte selbst unser Bildungssystem schon in 30 Jahren heutigen Anforderungen entsprechen. Alles weht, sagt der Dichter, alles vergeht wie der Schnee, wie der Klee.

Und doch gibt es Dinge, die sich niemals ändern. Die ewig bleiben, wie sie sind und wie sie waren. Acht nachgereichte Bemerkungen zum Kulturbudget, wie es erst unlängst im Parlament beschlossen wurde:

Erstens: Das erste Wirkungsziel der staatlichen Kulturpolitik ist auch für die kommenden Jahre wieder "die Verankerung von Kunst und Kultur in der Gesellschaft". Dieses Vorhaben findet sich schon im Regierungsprogramm von 2008 und im Kunstförderungsgesetz aus dem Jahr 1988. In guter Tradition will die Regierung das Gesetz weiter einhalten. Möge die Übung gelingen.

Zweitens: Mit einem Anteil von 0,6 Prozent an den staatlichen Gesamtausgaben verharrt das Kulturbudget seit Jahren auf niedrigstem Niveau. Dieser Prozentsatz ist keineswegs von der tristen Gesamtlage des Haushalts abhängig.


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